NABU RV Dahmeland Aktionen & Projekte Natur erleben

Stunde der Wintervögel  

Am ersten Januarwochenende wurden deutschlandweit Vögel gezählt.

 

Die Ergebnisse finden Sie  hier . . .

 

Stunde der Gartenvögel

Im Mai findet jedes Jahr dieStunde der Gartenvögel statt.

mehr Hier finden Sie die Ergebnisse

 

Erkennen Sie den Storch im Samen?

Namensgebend war die Frucht, die an den Schnabel eines Storches erinnert. Die wissenschaftliche Benennung des Storchschnabel lautet Geranium (aus dem griechischen geranus = Kranich).
Im Aufbau wird die Frucht aus sehr langen Fruchtblättern gebildet, die am Grund zwei Samenanlagen tragen. Eine der beiden entwickelt sich zur fertigen Frucht, die andere bleibt unfruchtbar und wächst zu einem Schnabel aus.
Die eigentliche Frucht spaltet sich bei der Reife in fünf Fruchtfächer auf. Der Samen wird durch das Aufplatzen des austrocknenden Schnabels verbreitet. Er wird regelrecht fortgeschleudert.
Der hier gezeigte Braune Storchschnabel kam über die Gärten bis in das Dahmeland. Einige Pflanzen wachsen in den Rabatten des Naturschutzzentrums. Im Garten eingewachsen kann sich die schöne Blatt- und Blütenstaude mit ihrere Schledertechnik sogar etwas ausbreiten.

Masse ist Klasse

Auf dem Radweg unweit Tropical-Island fallen sie auf: weiße "Wattebausche überall". Kurzer Stop auf der Radtour und den Blick nach oben gerichtet: Pappeln (hier Schwarzpappel-Hybriden) zwischen Straße und Radweg verschwenden die weißen Flocken in Überfülle. Für die Ausstellung der Wandernden Arten stecke ich die Watte vorsorglich in die Tasche und schaue am Abend bei Wikipedia nach. Das Ergebnis lohnt der Mitteilung:
Noch vor dem Blattaustrieb blühen die Pappeln, die Bestäubung übernimmt der Wind. Die spätere Frucht ist eine Kapsel, die zahlreiche Flugsamen enthält. Viel ist tiefgestapelt, ein Baum schafft es auf 25, ausgeschrieben: Fünfundzwanzigmillionen (!) Samen. Die Samen sind von einem langen, dichten Flausch aus Haaren umgeben. Das ist die Watte die ich aufsammelte.
Eine Besonderheit der Pappelsamen ist, dass sie fast kein Nährgewebe (Endosperm) besitzen, ein Samen wiegt nur einige Zehntel Milligramm. Die leichten und massenhaft entwickelten Samen verbreitet der Wind. Um erfolgreich zu keimen, muss die Verbreitung aber ganz schnell gehen. Nur schnell erreichte, offene, konkurrenzarme Standorte (Sandbänke, vegetationslose Feuchtflächen) ermöglichen das Aufkeimen der "energiearmen" Sämlinge.

Hans Sonnenberg 8. Juni 2010

Silene schenkt aus

In der buntblühenden Salbeiwiese am Naturschutzzentrum wächst das Gemeine Leimkraut, auch Taubenkropf genannt. Der deutsche wie der wissenschaftliche Name der Pflanze weist auf den aufgeblasenen Kelch der Lichtnelken hin. Beim Taubenkropf ist er wirklich wie bei einer Taube kropfförmig aufgeblasen. Der lateinische Name erinnert an Silen, den Begleiter des Dionysos bei seinen Weingelagen.

Der aufgeblasene Kelch ist natürlich nicht zum Auffangen und Ausschenken von Wein da: er ist ein Windfang. Der Pflanze gelingt es so besser, ihre zahlreichen Samen in den Wind zu streuen. Neben dem Wind wird der Samen auch durch Tiere verstreut.

1.  Juli 2010

Foto: F. Schröder

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